Mit einem Brennwertkessel lässt sich der Wirkungsgrad einer Heizanlage weiter steigern. Auf der Heim+Handwerk in München haben wir uns den Pellets-Brennwertkessel von ETA Heiztechnik genauer zeigen lassen und erfahren, wie moderne Brennwerttechnik auch im Bereich regenerativer Heizsysteme eingesetzt wird.
Der Begriff Brennwerttechnik ist vielen Betreibern bereits aus dem Öl- und Gasbereich bekannt. Ziel ist es, möglichst viel der im Brennstoff enthaltenen Energie nutzbar zu machen. Bei der Pelletheizung wird dieses Prinzip ebenfalls angewendet, indem zusätzlich zur klassischen Wärmegewinnung auch die in den Abgasen enthaltene Energie genutzt wird. Im Neubau spielt diese Technik eine besondere Rolle, da hier hohe Effizienzanforderungen mit dem Einsatz regenerativer Energien kombiniert werden. Der Pellets-Brennwertkessel deckt genau dieses Segment ab und ergänzt die klassische Pelletheizung um eine weitere Stufe der Energieausnutzung.
Auf der Messe Heim und Handwerk wird gezeigt, wie der Pellets-Brennwertkessel mit einem Saugsystem arbeitet. Die Pellets werden einmal täglich aus dem Lager in einen integrierten Tagesbehälter gefördert. Von dort aus erfolgt die automatische Beschickung des Kessels, der die erzeugte Wärme an das zentrale Heizsystem übergibt. Diese Lösung sorgt für einen gleichmäßigen Betrieb und reduziert den manuellen Aufwand im Alltag deutlich. Der Brennstoffnachschub erfolgt bedarfsgerecht, ohne dass der Betreiber ständig eingreifen muss.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Bedienbarkeit. Hinter der Verkleidungstür des Brennwertkessels befindet sich eine klar strukturierte grafische Regelung. Über das Display lassen sich alle wichtigen Einstellungen einfach vornehmen und kontrollieren, ohne tiefes technisches Vorwissen. Auf der Heim+Handwerk wird deutlich, dass die Steuerung auf Übersicht und Verständlichkeit ausgelegt ist. Betriebszustände, Temperaturen und relevante Parameter sind klar dargestellt und ermöglichen eine schnelle Orientierung.
Die Zielgruppe für Pellets-Brennwertkessel reicht von privaten Hausbesitzern bis hin zu gewerblichen und industriellen Anwendern. Besonders bei der Umstellung bestehender Heizsysteme ist eine sorgfältige Planung erforderlich. Platzbedarf, Lagerung der Pellets und Einbindung in das vorhandene Heizsystem müssen vorab geprüft werden. Daher empfiehlt sich ein Termin mit dem Fachhandwerker vor Ort, um das passende System auszuwählen. Auf diese Weise lässt sich klären, ob und wie der Brennwertkessel optimal in die bestehende Anlage integriert werden kann.