Holzfaserdämmung gilt als ökologisch sinnvoll, wirft aber häufig Fragen zum Feuchteschutz auf. Auf der Heim und Handwerk 2022 in München erläutert Steico, wie Holzfaser-Dämmstoffe so ausgelegt sind, dass sie mit Nässe umgehen können, ohne ihre Funktion zu verlieren.
Dämmstoffe an der Gebäudehülle müssen vor Regen und Feuchtigkeit geschützt sein. Gleichzeitig darf eingeschlossene Feuchte nicht dauerhaft im Bauteil verbleiben. Genau hier setzt das Funktionsprinzip der Holzfaserdämmung an, das auf der Messe erklärt wird.
Die Holzfaser-Dämmplatten werden hydrophobiert. Dabei ist Paraffin in den Dämmstoff eingearbeitet, wodurch die Oberfläche wasserabweisend wirkt. Wasser perlt ab und dringt nicht in die Faserstruktur ein. Diese Behandlung macht die Dämmplatten unempfindlich gegenüber kurzzeitiger Nässe, wie sie während der Bauphase oder bei Schlagregen auftreten kann.
Auf der Messe wird gezeigt, dass die hydrophobierten Holzfaser-Dämmplatten als regensichere Ebene eingesetzt werden können. In bestimmten Konstruktionen ist keine zusätzliche zweite wasserführende Schicht erforderlich. Die Dämmplatte übernimmt den Regenschutz während der Bauphase und im späteren Betrieb.
Trotz der Hydrophobierung bleibt die Holzfaserdämmung diffusionsoffen. Das bedeutet, dass Wasserdampf aus dem Gebäudeinneren nach außen abgegeben werden kann. Diese Eigenschaft ist entscheidend für den langfristigen Feuchteschutz und ein ausgeglichenes Raumklima.
Auf der Heim+Handwerk wird deutlich, dass wasserfeste Holzfaser-Dämmplatten vor allem im Holzbau und bei Sanierungen eingesetzt werden. Sie eignen sich für Wand-, Dach- und Fassadenkonstruktionen, bei denen ökologische Materialien und bauphysikalische Sicherheit gleichermaßen gefragt sind.
Steico zeigt auf der Heim+Handwerk, dass sich ökologische Dämmstoffe und zuverlässiger Feuchteschutz nicht ausschließen. Durch Hydrophobierung, diffusionsoffenen Aufbau und regensichere Eigenschaften bieten Holzfaser-Dämmplatten eine nachhaltige Lösung für dauerhaft sichere Gebäudehüllen.