Was zeichnet eine intelligente Alarmanlage aus? Sie muss zuverlässig vor Einbruch schützen, frühzeitig reagieren und gleichzeitig Fehlalarme vermeiden. Auf der Heim+Handwerk 2022 in München stellt Qantum Alarm ein System vor, das genau hier ansetzt: Der Alarm greift bereits beim Einbruchsversuch – noch bevor Täter ins Gebäude gelangen.
Klassische Alarmanlagen reagieren meist erst dann, wenn Fenster oder Türen geöffnet oder Scheiben eingeschlagen wurden. Das auf der Messe vorgestellte System verfolgt einen anderen Ansatz. Es setzt auf Prävention und versucht, Einbruchsversuche möglichst früh zu erkennen und zu unterbinden. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, potenzielle Täter bereits in der Phase abzuschrecken, in der sie versuchen, mechanisch auf Fenster oder Türen einzuwirken. Dadurch soll verhindert werden, dass es überhaupt zu einem Eindringen kommt.
Das System reagiert auf typische Geräusche und Schwingungen, die beim Einsatz von Werkzeugen wie Brecheisen oder Schraubenziehern entstehen. Sobald ein Fenster oder eine Tür mechanisch angegangen wird, schlägt die Anlage Alarm – unabhängig davon, ob ein Öffnen bereits gelungen ist. Auf der Messe wird erläutert, dass die Sensorik gezielt zwischen normalen Alltagsgeräuschen und charakteristischen Einbruchsmustern unterscheidet. Dadurch soll sichergestellt werden, dass nur relevante Ereignisse eine Alarmierung auslösen.
Neben der Erkennung mechanischer Einwirkungen verfügt das System über eine akustische Glasbrucherkennung. Wird eine Scheibe eingeschlagen, erkennt der Sensor das typische Klangmuster und löst sofort Alarm aus. Dadurch entsteht eine zusätzliche Sicherheitsebene, die insbesondere bei großen Fensterflächen oder Terrassentüren relevant ist. Auch hier steht der Zeitfaktor im Vordergrund: Der Alarm erfolgt unmittelbar und lässt dem Täter keinen unbeobachteten Handlungsspielraum.
Herzstück des Systems ist eine lernfähige Geräuscherkennung, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet. Sie analysiert und klassifiziert Geräuschmuster, um echte Einbruchsversuche von harmlosen Alltagsgeräuschen zu unterscheiden. Auf der Heim und Handwerk wird betont, dass genau hier einer der größten Vorteile liegt: Fehlalarme sollen vermieden werden, ohne die Sensibilität des Systems zu reduzieren. Fensterkippen, normales Öffnen oder Bewegungen im Haus führen nicht zur Alarmierung.
Die Installation des Systems ist auf einfache Nachrüstung ausgelegt. Es sind keine Stemmarbeiten oder Kabelverlegungen erforderlich. Die Komponenten werden per Funk verbunden und an Fenstern sowie Türen angebracht. Eine zentrale Steuereinheit koordiniert die Sensoren. Ein integrierter Notstromakku stellt sicher, dass die Anlage auch bei Stromausfall weiterhin funktionsfähig bleibt.
Ein wichtiger Aspekt ist die Nutzbarkeit im bewohnten Zustand. Fenster können gekippt oder geöffnet bleiben, ohne dass ein Alarm ausgelöst wird. Erst bei gewaltsamen Einwirkungen greift das System ein. Im Ernstfall erfolgt die Alarmierung nicht nur nach außen, sondern auch im Inneren des Hauses. Die Innensirene informiert die Bewohner unmittelbar und sorgt für zusätzliche Abschreckung.
Qantum Alarm zeigt auf der Heim+Handwerk ein Sicherheitskonzept, das klassische Alarmanlagen konsequent weiterdenkt. Der Fokus auf Frühwarnung, kombiniert mit intelligenter Geräuschanalyse und einfacher Installation, macht das System zu einer praxisnahen Lösung für private Haushalte.