Wer beim Hausbau großen Wert auf ökologische Aspekte und Schadstofffreiheit legt, findet im Holz-Lehm-Haus von Kinskofer ein konsequent natürliches Baukonzept. Auf der Heim und Handwerk in München wurde erläutert, wie sich traditionelle Baustoffe mit zeitgemäßer Planung verbinden lassen.
Die Holz-Lehm-Bauweise setzt gezielt auf diffusionsoffene Wände, die den natürlichen Feuchtehaushalt im Gebäude unterstützen. Lehm wirkt dabei als regulierender Baustoff auf der Rauminnenseite und trägt wesentlich zur Qualität der Raumluft bei. Feuchtigkeit kann aufgenommen und bei Bedarf wieder abgegeben werden, ohne dass technische Systeme eingreifen müssen. Auf der Messe Heim+Handwerk wird deutlich, dass diese Bauweise nicht als Kompromiss, sondern als bewusst gewählte Lösung verstanden wird. Jedes Haus wird individuell geplant und schlüsselfertig umgesetzt, wodurch architektonisch eigenständige Gebäude entstehen.
Der Wandaufbau ist komplex, folgt jedoch einer klaren Logik. Die Holzständerkonstruktion bildet das Tragwerk, der Zwischenraum wird mit natürlichen Dämmstoffen wie Jute, Hanf oder Gras gefüllt. Diese Materialien sind diffusionsoffen und unterstützen den Feuchteausgleich im Gebäude. Zur Luftdichtung kommt eine holzleimfreie Platte zum Einsatz. Außen schließt eine dicke Schicht aus Holzweichfaserplatten an, ebenfalls ohne Verleimung verarbeitet. Die äußere Fassadengestaltung bleibt flexibel und kann mit Holz oder Putz ausgeführt werden.
Kinskofer zeigt auf der Messe auch Gebäude, die weitgehend ohne Beton errichtet wurden. Statt klassischer Bodenplatten kommen Schraubfundamente und eine Bodenplatte aus Holz zum Einsatz. Teilweise werden die Häuser auf Stelzen gebaut, um den Eingriff in den Boden zu minimieren. Diese Bauweise reduziert nicht nur den Materialeinsatz, sondern eröffnet auch neue architektonische Möglichkeiten. Das Haus steht sichtbar auf einer leichten Konstruktion, während die Gebäudehülle vollständig aus natürlichen Materialien besteht.
Ein zentrales Thema ist die konsequente Schadstofffreiheit der eingesetzten Materialien. Alle Baustoffe sind geprüft und werden gezielt ausgewählt, um Emissionen im Wohnraum zu vermeiden. Dieses Konzept richtet sich insbesondere an Bauherren, die großen Wert auf eine gute Innenraumluft legen. Auf der Heim+Handwerk wird betont, dass diese Qualität nicht punktuell, sondern durchgängig eingehalten wird – vom Wandaufbau bis zur Dämmung. Dadurch entsteht ein Wohnumfeld, das auch für sensible Nutzer geeignet ist.
Die Zielgruppe sind Bauherren, die bewusst ökologisch bauen möchten und eine hohe Wohnqualität suchen. Besonders Menschen mit sensiblen Anforderungen an Raumluft und Materialien finden in der Holz-Lehm-Bauweise eine passende Lösung. Das Zusammenspiel aus natürlicher Bauweise, Schadstofffreiheit und individueller Architektur stellt ein klares Alleinstellungsmerkmal dar.