Betten für Pflegeheime mit Sensoren und digitaler Schnittstelle - Wissner-Bosserhoff

Wissner-Bosserhoff ist ein führender Anbieter von Pflege- und Klinikbetten sowie dazugehörigen Möbeln und digitalen Lösungen. Das Unternehmen legt großen Wert auf Qualität, Funktionalität und Sicherheit und bietet eine breite Palette an Produkten für Pflegeheime und Krankenhäuser. Mit innovativen Technologien wie dem SafeSense®-System zur Sturzprävention und dem multifunktionalen Pflegebett sentida sc unterstützt Wissner-Bosserhoff die Verbesserung der Pflegequalität und die Entlastung des Pflegepersonals.

Digitales Pflegebett mit Drucksensor Monitor wissner bosserhoff

Siebzig Jahre Erfahrung im Pflegebettbau

Wissner-Bosserhoff ist seit rund sieben Jahrzehnten als Hersteller von Pflegebetten tätig. Der Standort im Sauerland steht dabei nicht nur für klassische Metallverarbeitung, sondern für eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Pflegebettlösungen. Längst geht es nicht mehr nur um Stabilität oder Mechanik, sondern um das Zusammenspiel von Ergonomie, Pflegeprozessen und digitaler Unterstützung. Auf der PflegePlus in Rommerskirchen wurde deutlich, wie stark sich das Unternehmen in Richtung intelligenter Systeme bewegt. Pflegebetten werden dabei als aktiver Bestandteil der Versorgung verstanden – nicht als passives Möbelstück.

Das Pflegebett SENSCare XL als digitale Basis

Ein zentrales Beispiel ist das Pflegebett SENSCare XL. Es ist bewusst breiter ausgelegt und eignet sich damit auch für korpulentere Bewohner. Entscheidend ist jedoch nicht die reine Größe, sondern die im Bett integrierte Sensorik. Zum Einsatz kommen zwei unterschiedliche Sensortypen. Ein klassischer Nässesensor, der wie ein waschbarer Einleger genutzt wird, erkennt zuverlässig Feuchtigkeit. Ergänzt wird dieser durch einen Bewegungssensor im Kopfbereich unterhalb der Matratze. Dieser erfasst, seit wann eine Person im Bett liegt, wie lange sie ruhig liegt und wann relevante Bewegungen stattfinden.

Wissner bosserhoff Pflegebetten Pflege Plus 2024
Sentida SC XL Niedrigpflegebett Pflegedokumentation wissner bosserhoff

Sensorik zur Unterstützung von Lagerung und Hautschutz

Die erfassten Daten liefern wichtige Hinweise für die Pflegepraxis. Pflegekräfte können erkennen, ob ein Bewohner zu lange in einer Position verharrt oder ob eigenständige Bewegungen ausreichend stattfinden. Damit wird die Lagerung nicht mehr rein schematisch, sondern bedarfsgerecht unterstützt. Besonders relevant ist dies im Zusammenhang mit Hautzustand und Dekubitusprophylaxe. Wenn Bewegungsmuster und Hautsituation übereinstimmen, kann auf unnötige Umlagerungen verzichtet werden. Gleichzeitig erinnern die Systeme zuverlässig daran, wenn ein Lagewechsel tatsächlich erforderlich wird.

Integration in die Pflegedokumentation

Ein zentraler Punkt der Digitalisierung ist die Frage, was mit den erhobenen Daten geschieht. Wissner-Bosserhoff setzt hier konsequent auf Schnittstellen zur Pflegedokumentation. Die Sensordaten werden nicht isoliert dargestellt, sondern direkt in bestehende Dokumentationssysteme übertragen. Auf der Messe wurde dies live demonstriert: Jedes Bett sendet seine Informationen automatisch an ein Dokumentations-Testsystem. Pflegehandlungen und Alarme lassen sich damit direkt im Berichtswesen abbilden, ohne manuelle Übertragungen oder Umwege über USB-Sticks.

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Stationsübersicht ohne Kameraeinsatz

Für Pflegekräfte entsteht so eine übersichtliche Stationsdarstellung. Ein Monitor im Dienstzimmer oder im Flur zeigt den aktuellen Status der Betten an. Alternativ können Alarme und Informationen auch über eine App auf dem Smartphone empfangen werden. Wichtig ist dabei der bewusste Verzicht auf Kameras. Die Systeme ermöglichen einen Einblick in den Pflegebedarf, ohne visuelle Überwachung. Damit bleibt die Privatsphäre der Bewohner gewahrt, während Pflegekräfte dennoch jederzeit informiert sind.

Wirtschaftliches Modell und klare Abgrenzung

Neben der technischen Umsetzung wurde auch das wirtschaftliche Modell erläutert. Bestimmte hygienerelevante Komponenten – etwa der Nässesensor – werden nicht gemietet, sondern gekauft, da sie regelmäßig gewaschen werden müssen. Ergänzend dazu wird die digitale Sensorik als monatliches Modell angeboten. Mit einem Betrag von rund 39 Euro pro Monat positioniert sich das System bewusst als bezahlbare Lösung im Pflegealltag. Entscheidend ist dabei weniger der Vergleich mit Konsumgütern, sondern der Nutzen: weniger unnötige Wege, gezieltere Pflegehandlungen und eine saubere, automatische Dokumentation.

Digitalisierung mit echtem Mehrwert für die Pflege

Das Beispiel von Wissner-Bosserhoff zeigt, dass Digitalisierung im Pflegebereich nur dann sinnvoll ist, wenn sie nahtlos in bestehende Abläufe integriert wird. Sensorik, Dokumentation und Stationsübersicht greifen ineinander, ohne zusätzliche Belastung für das Pflegepersonal zu erzeugen. Statt technischer Spielerei steht die praktische Unterstützung im Vordergrund – mit Lösungen, die Pflegekräfte entlasten und gleichzeitig die Versorgungsqualität messbar verbessern.