Digitale Gesundheitsspiegel für Pflegeheime - Hello Mirrors

Therapie, Aktivierung und Beschäftigung gehören zu den zentralen Aufgaben im Pflegealltag – gleichzeitig fehlt es oft an Zeit und personellen Ressourcen. Ein digitales System aus München setzt genau hier an und unterstützt Pflegekräfte bei Einzel- und Gruppenangeboten. Der Ansatz verbindet therapeutische Inhalte mit einfacher Bedienbarkeit und klarer Struktur.

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Digitale Beschäftigung für Pflegeeinrichtungen

Hello Mirrors wurde im Jahr 2018 gegründet und hat seinen Sitz in München. Das Unternehmen hat sich auf digitale Lösungen für Therapie und Beschäftigung in Pflegeeinrichtungen spezialisiert. Im Mittelpunkt stehen Angebote für Einzel- und Gruppensettings, die Pflegekräfte im Alltag unterstützen und gleichzeitig die Aktivierung von Senioren erleichtern. Mittlerweile ist das System in zahlreichen Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet im Einsatz. Der Ansatz richtet sich dabei nicht nur an klassische Beschäftigungsangebote, sondern bezieht physiotherapeutische, ergotherapeutische und demenzspezifische Inhalte gleichermaßen mit ein.

Ein mobiles System für Therapie und Aktivierung

Das Herzstück des Konzepts ist ein mobiles Gerät auf Rollen, das in unterschiedlichen Räumen flexibel eingesetzt werden kann. Es wird direkt in die Einzel- oder Gruppentherapie integriert und lässt sich ohne großen Aufwand positionieren. Pflegekräfte erhalten damit ein Werkzeug, das vorbereitet ist und ohne lange Planung sofort genutzt werden kann. Die digitale Lösung kombiniert verschiedene therapeutische Disziplinen. Übungen aus der Physiotherapie und Ergotherapie sind ebenso enthalten wie Inhalte für Menschen mit Demenz. Dadurch entsteht ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, das täglich genutzt werden kann – unabhängig davon, ob es sich um eine kurze Aktivierung oder eine strukturierte Therapieeinheit handelt.

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Strukturierte Inhalte für unterschiedliche Bedürfnisse

Über eine übersichtliche Menüführung lassen sich verschiedene Trainingsbereiche auswählen. Dazu gehören unter anderem Sitz- und Stehübungen, gymnastische Einheiten sowie Programme zur Gesundheitsförderung. Besonders häufig genutzt werden Sitzübungen, da sie sich für viele Bewohner eignen und auch in Gruppen gut umsetzbar sind. Die Übungen werden von fachlich qualifizierten Therapeuten angeleitet, die die Bewegungen vormachen. Pflegekräfte können selbst aktiv mitmachen oder sich währenddessen einzelnen Bewohnern widmen, die zusätzliche Unterstützung benötigen. Diese Struktur spart Zeit und sorgt für Sicherheit bei der Durchführung.

Der Spiegel als zentrales Element

Ein wesentliches Merkmal des Systems ist die Kombination aus Bildschirm und Spiegel. Bewohner sehen sich selbst während der Übungen und erhalten dadurch eine direkte visuelle Rückmeldung. Das fördert die Körperwahrnehmung und erleichtert das Mitmachen, insbesondere bei motorischen Übungen. Gleichzeitig eignet sich das System auch für Gruppensituationen. Mehrere Personen können gemeinsam trainieren, ohne dass der individuelle Bezug verloren geht. Die Spiegelwirkung unterstützt dabei sowohl Motivation als auch Orientierung im Raum.

Alexander Heinzler Founder Hello Mirrors

Breites Angebot von Demenz bis Bettlägerigkeit

Neben klassischen Bewegungsübungen umfasst das Angebot auch Inhalte für Menschen mit Demenz. Kognitive Aktivierung, einfache Bewegungsabläufe und vertraute Rituale stehen hier im Vordergrund. Darüber hinaus gibt es Programme für bettlägerige Bewohner, die im Liegen durchgeführt werden können. Die Inhalte werden kontinuierlich erweitert und aktualisiert. Neue Übungen kommen regelmäßig hinzu, sodass Abwechslung entsteht und sich das Angebot mit den Bedürfnissen der Einrichtungen weiterentwickelt. Das System versteht sich damit nicht als statische Lösung, sondern als wachsendes Angebot.

Digitalisierung als Unterstützung, nicht als Ersatz

Ein zentraler Gedanke des Konzepts ist die klare Abgrenzung zwischen Technik und menschlicher Betreuung. Das System soll Pflegekräfte nicht ersetzen, sondern entlasten. Es übernimmt vorbereitende und anleitende Aufgaben, sodass mehr Zeit für persönliche Zuwendung bleibt. Gerade für junge Menschen in der Pflegeausbildung kann der Einsatz digitaler Hilfsmittel die Attraktivität des Berufs erhöhen. Digitale Anwendungen werden so zum selbstverständlichen Bestandteil des Arbeitsalltags und zeigen, dass sich auch der Pflegebereich weiterentwickelt.

Flexibles Mietmodell für den Einstieg

Die Nutzung des Systems erfolgt über ein Mietmodell. Einrichtungen können zunächst eine Testphase nutzen, um das Angebot im eigenen Alltag zu erproben. Anschließend besteht die Möglichkeit, das Gerät im Rahmen einer monatlichen Nutzung weiter einzusetzen. Durch dieses Modell bleiben die Kosten planbar, während gleichzeitig neue Inhalte regelmäßig zur Verfügung stehen. Für Pflegeeinrichtungen entsteht so ein flexibler Zugang zu digitalen Therapie- und Beschäftigungsangeboten, die den Alltag strukturieren und die Lebensqualität der Bewohner spürbar unterstützen.