Spiel, Bewegung und geistige Aktivierung sind keine Frage des Alters. Ein Unternehmen aus dem Remstal überträgt genau diesen Gedanken konsequent auf die Seniorenbetreuung. Mit interaktiven Spielsystemen soll Freude, Teilhabe und ein niederschwelliger Zugang zur Digitalisierung in Pflegeeinrichtungen möglich werden.
Items hat seinen Sitz in Kernen im Remstal und blickt auf eine mehr als drei Jahrzehnte lange Unternehmensgeschichte zurück. Ursprünglich stammt das Unternehmen aus der Ausstattung von Kinderspielecken und Freizeiträumen. Genau diese Erfahrung bildet heute die Grundlage für ein neues Einsatzfeld: interaktive Spiel- und Beschäftigungssysteme für Senioren. Der Anspruch bleibt dabei derselbe. Freude, Leichtigkeit und intuitive Nutzung stehen im Mittelpunkt – unabhängig vom Alter. Was bei Kindern selbstverständlich ist, soll auch im höheren Lebensalter möglich bleiben: spielerische Aktivität, Neugier und das Erleben von Erfolgsmomenten.
Die entwickelten Seniorplay-Systeme sind speziell für den Einsatz in Pflege- und Seniorenheimen konzipiert. Sie sind vandalismussicher, robust gebaut und für einen dauerhaften Betrieb ausgelegt. Damit eignen sie sich sowohl für Gemeinschaftsflächen als auch für den Einsatz in einzelnen Zimmern oder Betreuungsbereichen. Ein zentrales Ziel ist es, Unterhaltung niedrigschwellig anzubieten. Die Systeme funktionieren ohne komplexe Menüs oder technische Hürden. Bewohner können selbstständig spielen oder gemeinsam mit anderen, ebenso ist die Einbindung von Betreuungspersonal problemlos möglich.
Das Spielangebot gliedert sich in zwei zentrale Bereiche. Der erste Bereich orientiert sich an klassischen Spiel- und Spaßformaten, die aus der Kinderbeschäftigung bekannt sind. Dazu zählen einfache kreative Anwendungen wie Fingermalen, die generationenübergreifend funktionieren und keinerlei Vorerfahrung erfordern. Der zweite Bereich trägt den Namen Denksport und richtet sich gezielt an Senioren. Hier stehen Spiele im Vordergrund, die kognitive Fähigkeiten und Hand-Auge-Koordination fördern. Bekannte Spielprinzipien wie Fehlersuche, Paare finden oder einfache Zuordnungsspiele sorgen für schnelle Erfolgserlebnisse und fördern gleichzeitig Konzentration und Wahrnehmung.
Ein wesentliches Merkmal der Spiele ist die direkte visuelle Rückmeldung. Bewegungen auf dem Touchscreen lösen sichtbare Effekte aus – etwa ein Schmetterling, der sich bewegt oder ein Objekt, das reagiert. Gerade für Menschen mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten ist dieses unmittelbare Feedback besonders wichtig. Auch einfache Bewegungen werden dadurch wieder sinnvoll erlebbar. Die Nutzer sehen, dass ihr Handeln eine Wirkung hat. Das stärkt Motivation und Selbstvertrauen, selbst dann, wenn feinmotorische Fähigkeiten bereits eingeschränkt sind.
Die Spiele lassen sich flexibel einsetzen. Sie können allein gespielt werden, zu zweit oder in kleinen Gruppen. Ebenso ist eine Nutzung gemeinsam mit Betreuungskräften möglich. Durch portable Systeme können die Spiele an unterschiedlichen Orten genutzt werden – im Aufenthaltsraum, auf der Betreuungsfläche oder direkt im Zimmer. Gerade diese Flexibilität macht das System alltagstauglich. Es passt sich den Rahmenbedingungen der Einrichtung an und nicht umgekehrt. So lassen sich auch kurze Aktivierungsphasen unkompliziert in den Tagesablauf integrieren.
Viele ältere Menschen haben im Laufe ihres Lebens wenig Berührung mit digitalen Medien gehabt. Entsprechend groß ist oft die Zurückhaltung gegenüber Touchscreens oder elektronischen Geräten. Items begegnet diesem Thema mit einem bewusst geschlossenen System. Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert, es gibt keine offenen Menüs oder versteckten Funktionen. Fehler sind praktisch ausgeschlossen. Der Touchscreen selbst ist unempfindlich und für ungeübte Hände geeignet. Dadurch können Senioren ohne Angst ausprobieren, entdecken und lernen – in ihrem eigenen Tempo.
Ein zentrales Leitmotiv des Unternehmens ist die Überzeugung, dass Spielen kein Privileg der Kindheit ist. Freude, Spaß und spielerische Aktivität tragen in jedem Lebensalter zur Lebensqualität bei. Gerade in Pflegeeinrichtungen fehlen diese Momente im Alltag häufig. Mit den interaktiven Spielsystemen möchte Items genau hier ansetzen. Ob gemeinsames Hockeyspielen, Denksport zu zweit oder kreatives Gestalten – die Anwendungen sollen Bewegung, Austausch und positive Emotionen fördern. Nicht als Pflichtprogramm, sondern als Einladung zu mehr Leichtigkeit im Alltag. So entsteht ein Ansatz, der Unterhaltung, Aktivierung und digitale Teilhabe miteinander verbindet – und zeigt, dass spielerische Freude auch im hohen Alter ihren Platz hat.