Einhörner und Zelte wirken auf den ersten Blick wie zwei getrennte Welten. Das eine steht für Fantasiefiguren, das andere für Rückzugsorte im Kinderzimmer. In der Kombination entsteht jedoch ein Spielkonzept, das weit über ein klassisches Spielzelt hinausgeht. Es verbindet bekannte Tierfiguren, eine gestaltete Umgebung und räumliches Spielen zu einer in sich geschlossenen Spielwelt, in der Kinder nicht nur einzelne Figuren bewegen, sondern ganze Szenen erleben können.
Ausgangspunkt ist ein bewusst einfacher Gedanke. Kinder spielen gerne mit Figuren, sie bauen Landschaften, ordnen Tiere an und erfinden Geschichten. Gleichzeitig suchen sie Orte, die ihnen gehören, abgeschlossene Räume, in denen sie ungestört spielen können. Das Spielzelt wird hier nicht als isoliertes Produkt verstanden, sondern als Bühne für genau dieses Rollenspiel.
Eine zentrale Rolle spielen dabei die bekannten Figuren von Schleich. Die Lizenz umfasst mehrere Themenwelten, darunter Bayala mit Einhörnern, die Dinosaurier, Horse Club mit Pferden sowie Farm World mit landwirtschaftlichen Szenarien. Diese Marken sind bei Kindern etabliert und bieten klare inhaltliche Bezugspunkte. Die Figuren werden nicht lose ergänzt, sondern gezielt in das Design der Spielzelte integriert. Motive, Farben und Landschaften orientieren sich an den jeweiligen Themenwelten. So entsteht eine visuelle Kontinuität zwischen Tierfigur, Spielteppich und Zelt. Kinder erkennen ihre vertrauten Tiere wieder und finden sie in einer Umgebung vor, die zum Weiterspielen einlädt.
Kern des Konzepts sind Pop-up Spielzelte, die mit einer passenden Spielmatte kombiniert werden. Diese Matte ist mehr als ein Untergrund. Sie simuliert eine Landschaft, auf der die Figuren agieren können. Wege, Wiesen, Fantasieelemente oder thematische Details geben Orientierung und regen das Rollenspiel an. Das Zelt selbst dient als räumliche Klammer. Es schafft einen abgegrenzten Bereich, in dem sich Kinder konzentrieren können. Innerhalb dieses Raums wird die Spielmatte zum Mittelpunkt. Die Tiere stehen nicht auf dem Teppichboden des Wohnzimmers, sondern in einer eigens dafür gestalteten Umgebung. Damit wird aus dem Zelt ein kleiner Kosmos, der das Spiel vertieft.
Besonders deutlich wird dieser Ansatz bei den unterschiedlichen Themen. Das Einhorn- und Pferde-Set richtet sich an Kinder, die Freude an Fantasiewelten und Tiergeschichten haben. Hier wird das Zelt zur Weide, zum magischen Ort oder zum Treffpunkt der Figuren. Die Kinder bewegen sich auf der Matte, setzen Tiere in Beziehung zueinander und entwickeln eigene Erzählungen. Für andere Interessen stehen alternative Themen bereit. Dinosaurier sind seit Jahren ein Dauerbrenner, vor allem bei Jungen. Auch hier entsteht eine eigene Welt. Das Dinozelt mit Spielteppich bildet eine Landschaft, in der Urzeitwesen aufeinandertreffen. Die Kinder können ihre Figuren anordnen, Kämpfe oder Begegnungen nachspielen und dabei räumlich denken.
Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Spielzelten liegt in der Erweiterung. Ein Zelt allein ist ein Ort. Erst durch Accessoires, Figuren und eine gestaltete Umgebung wird daraus eine Spielwelt. Genau dieser Gedanke stand bei der Entwicklung im Vordergrund. Das klassische Spielzelt wurde weitergedacht und um zusätzliche Spielelemente ergänzt. Neben Figuren können auch weitere Details integriert werden, etwa Licht, um eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Ziel ist es, Kindern nicht nur ein Zelt zu geben, sondern ein komplettes Set, das sofort bespielbar ist. Die Hürde, ins Spiel zu kommen, sinkt dadurch deutlich. Kinder müssen nicht erst ihre Umgebung umbauen, sondern finden eine vorbereitete Welt vor.
Auf der Messe werden die Spielzelte häufig in verkleinerter Form gezeigt. Diese sogenannten Dummys dienen der Präsentation und lassen sich platzsparend ausstellen. Für den Handel und den Einsatz zu Hause werden die Zelte selbstverständlich in einer Größe geliefert, die Kindern ausreichend Raum bietet, um hineinzukriechen, zu sitzen und zu spielen. Im Alltag zeigt sich die Stärke des Konzepts vor allem in der Flexibilität. Die Zelte lassen sich aufbauen, wieder zusammenlegen und in verschiedenen Räumen einsetzen. Sie sind kein fest installiertes Möbelstück, sondern ein mobiles Spielelement, das sich dem Familienalltag anpasst.
Auch wenn bestimmte Themen zunächst stärker mit Mädchen oder Jungen assoziiert werden, bleibt das Spiel offen. Treffen Dinosaurier auf Einhörner, entsteht kein Konflikt, sondern neue Fantasie. Kinder kombinieren Welten, ignorieren vorgegebene Grenzen und entwickeln eigene Regeln. Genau darin liegt ein wesentlicher Reiz solcher Spielwelten. Die Kombination aus Zelt, Matte und Figuren schafft einen Rahmen, der Struktur gibt, ohne das Spiel zu lenken. Kinder entscheiden selbst, welche Geschichten entstehen. Das Spiel bleibt frei, auch wenn die Umgebung gestaltet ist.
Spielzelte mit integrierter Spielwelt reagieren auf ein zentrales Bedürfnis. Kinder wollen nicht nur Spielzeug besitzen, sondern Orte, an denen sie spielen können. Der Raum wird Teil des Spiels. Durch die Verbindung mit bekannten Figuren von Schleich entsteht Vertrautheit, durch die Gestaltung der Umgebung Tiefe. So wird aus einem einfachen Zelt ein erzählerischer Raum. Eine Spielwelt, die nicht vorgibt, was zu tun ist, sondern Möglichkeiten eröffnet. Genau diese Offenheit sorgt dafür, dass das Konzept nicht schnell an Reiz verliert, sondern mit den Ideen der Kinder wächst.