Die IFH/Intherm 2026 bringt die zentralen Themen des SHK-Handwerks zusammen und zeigt, wie sich Heizung, Sanitär und Klima unter veränderten Rahmenbedingungen weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen technische Lösungen, die auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und praktikable Umsetzung im Handwerk ausgerichtet sind. Die Branche befindet sich in einer Phase grundlegender Anpassung – getrieben durch regulatorische Anforderungen, steigende Betriebskosten und veränderte Erwartungen auf Kundenseite.
Für Fachbetriebe wird es zunehmend entscheidend, Systeme ganzheitlich zu betrachten. Einzelne Komponenten verlieren an Bedeutung, während integrierte Lösungen den Standard bilden. Genau hier setzt die IFH/Intherm 2026 an und zeigt konkrete Anwendungen, die sich in Planung, Installation und Betrieb bewähren.
Im Bereich Heizung dominieren weiterhin Wärmepumpen, allerdings nicht mehr als isolierte Einzellösung. Stattdessen geht die Entwicklung klar in Richtung hybrider Systeme, bei denen unterschiedliche Energiequellen miteinander kombiniert werden. Photovoltaik, Speichertechnik und intelligente Steuerung bilden dabei die Grundlage für eine flexible Energieversorgung. Ein zentrales Thema bleibt die Integration in bestehende Gebäude. Viele Anlagen müssen unter realen Bedingungen modernisiert werden, ohne dass komplette Systemwechsel möglich oder wirtschaftlich sinnvoll sind. Hier zeigen sich Lösungen, die bestehende Technik einbinden und schrittweise optimieren. Typische Entwicklungen im Heizungsbereich:
Im Sanitärbereich verschiebt sich der Fokus deutlich in Richtung Ressourceneffizienz. Wasserverbrauch und Hygieneanforderungen stehen gleichberechtigt nebeneinander und beeinflussen die Entwicklung neuer Systeme. Technisch zeigt sich das in automatisierten Lösungen, die Verbrauch und Nutzung präzise steuern. Gleichzeitig bleibt der Komfort ein entscheidender Faktor, insbesondere im privaten Bereich. Bäder werden funktional geplant, ohne auf gestalterische Aspekte zu verzichten. Relevante Themen im Sanitärbereich:
Die Bedeutung von Klima- und Lüftungstechnik hat deutlich zugenommen. In modernen Gebäuden reicht es nicht mehr aus, einzelne Funktionen isoliert zu betrachten. Luftqualität, Temperatur und Energieverbrauch müssen als Gesamtsystem geplant werden. Vor allem in gut gedämmten Gebäuden ist eine kontrollierte Lüftung unverzichtbar. Systeme mit Wärmerückgewinnung tragen dazu bei, Energieverluste zu minimieren, während gleichzeitig ein konstantes Raumklima gewährleistet wird. Zentrale Entwicklungen in diesem Bereich:
Neben der klassischen Anlagentechnik spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle. Sie beeinflusst nicht nur die Systeme selbst, sondern auch die Prozesse im Handwerk. Digitale Werkzeuge unterstützen bei der Planung und Auslegung von Anlagen, erleichtern die Dokumentation und verbessern die Abstimmung zwischen den Beteiligten. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten im Betrieb von Gebäuden. Dazu zählen unter anderem:
Die IFH/Intherm 2026 zeigt die Branche in einer Phase, in der sich technische, wirtschaftliche und regulatorische Anforderungen überlagern. Lösungen müssen nicht nur effizient sein, sondern auch in bestehende Strukturen passen und langfristig funktionieren. Im Zusammenspiel von Heizung, Sanitär und Klima wird deutlich, dass sich die Gebäudetechnik zu integrierten Systemen entwickelt. Einzelne Gewerke verlieren an Trennschärfe, während Gesamtlösungen an Bedeutung gewinnen. Genau diese Entwicklung bildet die IFH/Intherm 2026 ab – mit einem klaren Fokus auf umsetzbare Technik und konkrete Anwendungen im Alltag des Handwerks.