Batteriespeicher werden im Energiesystem meist zuerst mit Eigenverbrauch verbunden. Strom aus Photovoltaikanlagen wird gespeichert, um ihn später im Haus oder Betrieb zu nutzen.
Wirtschaftlich sinnvoll ist das vor allem für kurze Zeiträume – etwa über Nacht oder für einen Schlechtwettertag. Für saisonale Speicherung über Monate ist die Technik heute noch zu teuer. Gleichzeitig entsteht ein zweites Einsatzfeld: Speicher können nicht nur Kosten senken, sondern auch Erlöse ermöglichen. Dafür müssen sie schnell genug Energie aufnehmen und abgeben können, etwa für Regelenergie oder kurzfristige Strommärkte.
Commeo ist seit rund zehn Jahren im Markt und entwickelt Batteriespeicher mit starkem Bezug zur Produktion in Deutschland. Nach Unternehmensangaben kommt – abgesehen von der Zelle – die wesentliche Technik aus Deutschland. Besonders betont wird die Sicherheit der Module. Der TÜV habe bestätigt, dass das Batteriemodul nicht brennen könne. Das ist vor allem deshalb relevant, weil viele Speicher in Gebäuden installiert werden. Wenn ein System im Haus betrieben wird, spielen Brandschutz, Aufstellort und Sicherheitskonzept eine zentrale Rolle. Ein Speicher, der ohne zusätzlichen Brandschutzraum eingesetzt werden kann, erleichtert Planung und Betrieb deutlich.
Als neues Produkt zeigt Commeo einen sogenannten Trading Container. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Speicher für den Innenbereich, sondern um eine Containerlösung, die gezielt für den Handel mit Energie gedacht ist. Der Ansatz unterscheidet sich vom üblichen Nutzen stationärer Batterien. Bisher standen häufig Einsparungen im Vordergrund: Energie wird gespeichert, um weniger Strom beziehen zu müssen. Beim Trading Container geht es zusätzlich darum, mit gespeicherter Energie aktiv Geld zu verdienen. Dafür kann der Speicher an verschiedenen Märkten eingesetzt werden. Genannt werden unter anderem Primär- und Sekundärregelleistung, Minutenreserve, Intraday-Handel, Day-Ahead-Handel und Intraday-Auktionen.
Entscheidend für dieses Modell ist das Verhältnis von Leistung zu Energie. Commeo beschreibt seine Batterien als Leistungsbatterien mit mindestens 1:1-Verhältnis. Ein Speicher mit 100 Kilowatt Leistung verfügt demnach auch über 100 Kilowattstunden Energie. Der Unterschied zu vielen anderen Systemen liegt in der höheren abrufbaren Leistung. Wenn ein Speicher bei gleicher Energiemenge nur 50 Kilowatt Leistung bereitstellt, kann er in derselben Zeit deutlich weniger Energie bewegen. Für Handelsanwendungen ist jedoch gerade diese Geschwindigkeit wichtig. Die wirtschaftliche Logik dahinter ist einfach: Je mehr Energie in kurzer Zeit gehandelt werden kann, desto stärker kann der Speicher an Marktbewegungen teilnehmen. Einsatzbereiche des Trading Containers
Ein zentraler Punkt ist die passende Größe des Speichers. Wird ein System nur immer größer ausgelegt, um möglichst lange Zeiträume zu überbrücken, stößt die Wirtschaftlichkeit schnell an Grenzen. Speichern bleibt teuer, und ungenutzte Kapazität bindet Kapital. Interessanter wird der Ansatz, wenn ein Teil des Speichers für den Eigenverbrauch reserviert bleibt und der übrige Teil für Handelsgeschäfte genutzt wird. Im Beispiel: Ein Drittel deckt den eigenen Bedarf, zwei Drittel stehen für Marktteilnahme zur Verfügung. So entsteht eine Kombination aus geringeren Energiekosten und zusätzlichen Einnahmen. Der Batteriespeicher wird damit nicht nur als Kostenfaktor betrachtet, sondern als technische Anlage, die täglich wirtschaftlich arbeiten kann.