Kunert präsentiert auf der BOOT & FUN zwei Mobilheime, die sich klar von klassischen Tiny-Houses unterscheiden. Beide Modelle sind dauerhaft bewohnbar und erfüllen das deutsche Baurecht sowie die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes. Die Häuser werden vollständig vorgefertigt und anschließend per Schwertransport auf das Grundstück gesetzt, wo sie ohne lange Bauzeit nutzbar sind.
Die gezeigten Häuser messen 11 mal 4 Meter sowie 13 mal 4,50 Meter. Der Unterschied zu mobilen Tiny-Houses liegt im Konzept: Während Tiny-Houses eine Straßenzulassung besitzen und an ein Fahrzeug gehängt werden, entstehen die Kunert Modulhäuser für dauerhaftes Wohnen und werden als Schwertransport angeliefert.
Jede Einheit umfasst ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer, eine Küchenzeile im Flur und einen Wohnraum. Die Küche enthält einen 45er Geschirrspüler, eine Granitspüle, ein Elektrokochfeld, eine Dunstabzugshaube sowie einen Kühlschrank mit Gefrierkombination. Die Geräte stammen von Whirlpool, was eine unkomplizierte Wartung über Servicepartner in Deutschland ermöglicht.
Für den Betrieb werden übliche Hausanschlüsse benötigt: Wasser, Abwasser, Strom und – je nach Heizsystem – gegebenenfalls Gas. Als Fundament genügt ein Punkt- oder Streifenfundament, alternativ eine Betonplatte. Die Modulhäuser basieren auf einem verzinkten Stahlrahmen, auf dem eine Holzkonstruktion aufliegt. Im Boden verlaufen Wasser- und Abwasserleitungen, in den Wänden die Stromleitungen. Gedämmt wird mit 15 Zentimetern Mineralwolle.
Innen und außen kommen OSB-Platten zum Einsatz, ergänzt durch Folien zur Feuchtigkeitsregulierung. Die Außenfassaden bestehen aus Kunststoffelementen oder Holz, die Innenflächen aus OSB mit Vinyltapete. Für das Raumklima sorgen eine Infrarot-Fußbodenheizung und ein Klimagerät zum Kühlen und Heizen. Gasheizungen werden nur noch vereinzelt verbaut. Die Modelle entsprechen dem Gebäudeenergiegesetz und können auf Wunsch in KfW40- oder KfW55-Ausführung entstehen.
Die Kunert Modulhäuser werden vollständig montiert geliefert und vor Ort abgesetzt, angeschlossen und sofort nutzbar gemacht. Voraussetzung ist eine geeignete Zufahrt zum Grundstück.
Der Unterschied zu Tiny-Houses zeigt sich nicht nur in der Größe, sondern in der Nutzungsform: Während Tiny-Houses als mobile Einheiten gedacht sind, gelten Kunert Modulhäuser als dauerhafte Wohngebäude. Mit ihren Energiewerten und ihrem baulichen Aufbau sind sie im regulären Wohnungsbestand verortet und benötigen einen Bauantrag. Neben den gezeigten Modellen bietet Kunert Modulhäuser aus zwei oder drei Elementen an, die für größere Wohnflächen oder flexiblere Grundrisse gedacht sind.