Die Anforderungen an Aufzugsteuerungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Steigende Kosten, zunehmende technische Komplexität und ein wachsender Bedarf an Flexibilität prägen den Alltag vieler Aufzugsfirmen. Gleichzeitig verändert sich das Berufsbild der Monteure.
Digitale Oberflächen, vernetzte Systeme und softwarebasierte Funktionen werden zunehmend zur Selbstverständlichkeit. Vor diesem Hintergrund rückt die Steuerung als zentrales Element der Anlage stärker in den Fokus. Die Rocket Aufzugtechnik hat sich bewusst auf genau dieses Kernbauteil spezialisiert. Statt ein breites Produktportfolio aufzubauen, konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung einer Aufzugsteuerung, die möglichst viele Anforderungen in einem System vereint. Die aktuelle Generation ist das Ergebnis intensiver Rückmeldungen aus der Praxis und wurde gezielt auf Erweiterbarkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit ausgelegt.
Ausgangspunkt der neuen Steuerungsgeneration war der zunehmende Preisdruck im Markt. Materialkosten, Energiepreise und der Aufwand für Installation und Wartung sind spürbar gestiegen. Ziel der Entwicklung war es daher, den Installationsaufwand zu reduzieren, ohne Abstriche bei der Funktionalität zu machen. Ein zentrales Konzept ist die minimale Grundverdrahtung. Je weniger Basiskomponenten installiert werden müssen, desto schneller und kosteneffizienter lässt sich eine Anlage in Betrieb nehmen. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, die Steuerung möglichst offen zu gestalten. Sie kann unterschiedliche Frequenzumrichter ansteuern und ist mit verschiedenen Hydraulikaggregaten kompatibel. Zusätzliche Platinen oder externe Module sind dafür nicht erforderlich. Diese Integrationsdichte unterscheidet das System deutlich von klassischen Steuerungskonzepten, die häufig aus vielen einzelnen Baugruppen bestehen.
Ein wesentliches Merkmal der neuen Generation ist der hohe Integrationsgrad. Funktionen, die bei anderen Systemen über Zusatzhardware realisiert werden, sind hier direkt in der Steuerung abgebildet. Das vereinfacht nicht nur die Installation, sondern reduziert auch potenzielle Fehlerquellen. Weniger Schnittstellen bedeuten weniger Abhängigkeiten und eine klarere Systemlogik. Die Steuerung ist vollständig touchbasiert und internetfähig. Einstellungen, Anpassungen und Diagnosen lassen sich direkt über die Oberfläche vornehmen. Damit rückt die Steuerung näher an Bedienkonzepte heran, die aus dem Alltag mit digitalen Endgeräten bekannt sind. Die Bedienung folgt weniger technischen Codes, sondern klaren Menüs und visuellen Strukturen.
Ein bewusster Gestaltungsansatz war die Orientierung am Smartphone-Prinzip. Die Steuerung ist modular aufgebaut und lässt sich über zusätzliche Anwendungen erweitern. Für Sonderfunktionen stehen Apps zur Verfügung, die bei Bedarf eingebunden werden können. Dieses Prinzip entspricht dem Umgang, den viele Monteure aus ihrem privaten Alltag kennen. Gerade jüngere Wartungs- und Servicetechniker sind mit digitalen Oberflächen vertrauter als mit klassischen analogen Bedienkonzepten. Die Einarbeitungszeit verkürzt sich, weil sich die Logik der Steuerung intuitiv erschließt. Anpassungen lassen sich schneller durchführen, Fehler leichter lokalisieren. Die Steuerung fühlt sich weniger wie ein industrielles Spezialprodukt an, sondern wie ein bekanntes digitales Werkzeug.
Ein weiterer Anspruch war die breite Einsetzbarkeit. Die Steuerung ist nicht auf einen bestimmten Anlagentyp beschränkt. Sie kann sowohl in Seilaufzügen als auch in hydraulischen Anlagen eingesetzt werden. Unterschiedliche Konfigurationen lassen sich softwareseitig abbilden, ohne dass die Hardware angepasst werden muss. Diese Flexibilität ist insbesondere für kleinere und mittlere Aufzugsfirmen relevant. Sie betreuen häufig einen heterogenen Anlagenbestand und müssen mit möglichst wenigen Systemen auskommen. Eine einheitliche Steuerung vereinfacht Lagerhaltung, Schulung und Wartung. Typische Eigenschaften der neuen Steuerung sind unter anderem:
Die Präsentation auf der interlift wurde bewusst gewählt. Die Messe gilt als zentraler Treffpunkt der Branche und bietet die Möglichkeit, direkt mit Anwendern ins Gespräch zu kommen. Rückmeldungen aus diesen Gesprächen fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung ein. Die Steuerung versteht sich nicht als abgeschlossenes Produkt, sondern als Plattform, die sich an neue Anforderungen anpassen lässt. Rocket Aufzugtechnik positioniert sich damit als Anbieter, der technische Entwicklung eng mit praktischer Anwendung verknüpft. Der Fokus liegt weniger auf maximaler Funktionsvielfalt, sondern auf einer klaren, integrierten Lösung, die im Alltag überzeugt. Die Steuerung soll ein Werkzeug sein, das Monteuren und Betreibern gleichermaßen Arbeit abnimmt.
Der zunehmende Kostendruck im Aufzugbau lässt sich nicht allein durch günstigere Komponenten abfedern. Effizienz entsteht vor allem durch Vereinfachung. Weniger Verdrahtung, weniger Zusatzmodule und eine intuitive Bedienung tragen dazu bei, Projekte wirtschaftlicher umzusetzen. Die digitale Aufzugsteuerung wird damit zu einem Hebel, um technische Anforderungen und wirtschaftliche Zwänge miteinander zu verbinden. Die neue Generation zeigt, dass Steuerungstechnik heute mehr sein kann als ein reines Schaltelement. Sie wird zur digitalen Schaltzentrale der Anlage, die Technik, Bedienung und Vernetzung zusammenführt. Für moderne Anlagen ist genau diese Kombination entscheidend.