ABB gehört zu den Unternehmen, deren Technologien in zahlreichen Bereichen der Industrie zu finden sind, ohne für Verbraucher zwangsläufig sichtbar zu sein. Elektrische Antriebe, Energieverteilung und automatisierte Prozesse bilden seit Jahrzehnten den Kern des Konzerns. Heute zählt ABB weltweit zu den führenden Technologieunternehmen für Elektrifizierung und Automation.
Die besondere Geschichte von ABB beginnt mit zwei Unternehmen in zwei Ländern. In Schweden entstand 1883 ASEA, acht Jahre später wurde im schweizerischen Baden Brown, Boveri & Cie. gegründet. Beide Unternehmen wuchsen mit einer Technologie, die Industrie und Gesellschaft grundlegend veränderte: der Elektrizität. Während weltweit Stromnetze aufgebaut und Fabriken elektrifiziert wurden, entwickelten die späteren ABB-Vorgänger Generatoren, Transformatoren, Motoren und Systeme zur Energieübertragung. Aus regionalen Elektrotechnikunternehmen wurden internationale Industrieanbieter. 1988 folgte der entscheidende Schritt: ASEA und Brown Boveri schlossen sich zu ABB zusammen. Die Fusion vereinte zwei traditionsreiche Technologiekonzerne und schuf auf einen Schlag einen der großen internationalen Anbieter der Elektrotechnik.
Zu den bemerkenswertesten technischen Meilensteinen gehört der IRB 6. ASEA brachte den Industrieroboter 1974 auf den Markt. Er gilt als erster kommerzieller vollelektrischer, mikroprozessorgesteuerter Industrieroboter der Welt. Bis dahin arbeiteten viele Robotersysteme hydraulisch. Der elektrische Antrieb und die Mikroprozessorsteuerung eröffneten neue Möglichkeiten für Präzision und programmierbare Bewegungsabläufe. Der IRB 6 steht beispielhaft für eine Fähigkeit, die den späteren ABB-Konzern prägen sollte: elektrische Antriebstechnik mit intelligenter Steuerung zu verbinden. Aus dieser technologischen Grundlage entwickelte sich über Jahrzehnte ein breites Know-how in der industriellen Automation. ABB brachte Robotik in immer neue Anwendungen. Schweißen, Montieren, Lackieren, Verpacken oder die schnelle Handhabung kleiner Produkte wurden automatisiert. Damit begleitete das Unternehmen den Wandel von mechanisch geprägten Produktionsanlagen hin zu flexibel steuerbaren Fertigungssystemen.
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ABB erweitert sein Portfolio an autonomen mobilen Robotern (AMR) um den neuen P603, der speziell für Anwendungen in der Intralogistik entwickelt wurde... ABB AMR P603 mit V-SLAM für IntralogistikDas eigentliche Alleinstellungsmerkmal von ABB liegt jedoch nicht in einer einzelnen Erfindung. Es ist die Verbindung zweier technologischer Welten. Der Konzern verfügt über tiefes Know-how in der Verteilung und Nutzung elektrischer Energie und verbindet dieses mit der Steuerung industrieller Prozesse. ABB entwickelt Schalttechnik und Systeme zur Energieverteilung, gleichzeitig aber auch Motoren, Antriebe, Prozessleitsysteme und digitale Lösungen. Damit reicht die technologische Kompetenz von der elektrischen Versorgung einer Anlage bis zur präzisen Regelung einzelner Produktionsprozesse. Die heutigen Geschäftsfelder konzentrieren sich auf Elektrifizierung, Motoren und Antriebe sowie Automation. Gerade diese Breite hat ABB über Jahrzehnte zu einem wichtigen Technologiepartner der Industrie gemacht. Während sich einzelne Unternehmen auf elektrische Komponenten oder Automatisierungssoftware konzentrieren, ist ABB traditionell an der Schnittstelle beider Bereiche zu Hause.
ABB investiert heute in Forschung rund um Elektrifizierung, Leistungselektronik, Antriebstechnik und industrielle Automation. Rund 22.000 erteilte Patente verdeutlichen die technologische Breite des Unternehmens. Die Karriere von ABB ist damit eng mit mehreren großen Entwicklungsschritten der Industrie verbunden: der Elektrifizierung, der automatisierten Produktion und heute der digitalen Steuerung technischer Systeme.