The smarter E Europe 2025 endet mit starkem Signal der Branche

von Andreas Bergmeier - 2025-05-13
The smarter E Europe 2025 Energiewirtschaft Review Messe München
Bild: Fachbesucher The smarter E Europe, Eingang Messe München © Messe.TV

Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft schloss 2025 mit eindrucksvollen Zahlen und einem klaren Appell: Die Energiewende ist keine abstrakte Zielmarke mehr, sondern gelebte Realität. Drei Tage lang wurde München zum internationalen Treffpunkt für ein Energiesystem, das zunehmend integriert, digital und sektorübergreifend gedacht wird. The smarter E Europe 2025 zeigte dabei nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch, wie eng Markt, Regulierung und Innovation inzwischen miteinander verflochten sind.

Internationaler Treffpunkt für Technologie, Markt und Vision

Mit 2.737 Ausstellern aus 57 Ländern und rund 107.000 Fachbesuchern aus 157 Nationen unterstrich The smarter E Europe 2025 erneut ihre globale Bedeutung. Die vier Leitmessen – Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe – deckten gemeinsam die gesamte Wertschöpfungskette eines erneuerbaren Energiesystems ab. Von der Erzeugung über Speicherung und Verteilung bis hin zu Mobilität und intelligentem Energiemanagement reichte das Spektrum. Auffällig war dabei der zunehmende Systemansatz vieler Aussteller. Einzelne Komponenten traten in den Hintergrund, während integrierte Lösungen für Strom, Wärme, Mobilität und Netze dominierten. Begleitende Konferenzen, Foren und Side-Events wurden intensiv genutzt, um Projekte anzubahnen, regulatorische Fragen zu diskutieren und internationale Kooperationen voranzutreiben. Die Messe fungierte damit nicht nur als Produktschau, sondern als Arbeitsplattform für die Energiebranche.

Systemintegration als zentrales Leitthema der Messe

Ein prägendes Thema der The smarter E Europe 2025 war die Frage, wie erneuerbare Energien in ein stabiles, skalierbares Gesamtsystem eingebettet werden können. Netzstabilität, Flexibilisierung und digitale Steuerung standen dabei ebenso im Fokus wie neue Marktmodelle. Besonders sichtbar wurde dies in den Bereichen Energiespeicherung und Lastmanagement, wo Softwarelösungen zunehmend gleichberechtigt neben Hardware präsentiert wurden. Auch die Kopplung der Sektoren spielte eine zentrale Rolle. Lösungen für Power-to-X, bidirektionales Laden und die intelligente Einbindung von Elektrofahrzeugen zeigten, wie Mobilität und Energieversorgung weiter zusammenwachsen. Die Messe machte deutlich, dass technologische Machbarkeit längst gegeben ist – entscheidend sind nun Rahmenbedingungen, Skalierung und Akzeptanz im Markt.

Auszeichnungen für integrierte Ansätze und Versorgungssicherheit

Die Verleihung der The smarter E AWARDs spiegelte diesen Wandel eindrucksvoll wider. Samsung SDI wurde in den Kategorien Energy Storage und E-Mobility ausgezeichnet. Das Unternehmen überzeugte mit Lösungen, die Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und digitale Steuerung konsequent zusammendenken. Vertreter des Unternehmens betonten, dass gerade diese Integration entscheidend sei, um wirtschaftliche und ökologische Ziele in Einklang zu bringen. Auch das spanische Unternehmen Toscano wurde geehrt. Mit seiner Backup-Steuereinheit COMBI-PRO-MAX adressiert es eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende: Versorgungssicherheit in einem zunehmend dezentralen System. Die Auszeichnung unterstrich, dass Resilienz und Effizienz längst gleichwertige Kriterien neben Nachhaltigkeit sind.

Markt, Politik und Praxis im direkten Dialog

Neben Technik und Produkten bot The smarter E Europe 2025 Raum für politischen und strategischen Austausch. Diskussionsrunden beschäftigten sich mit Genehmigungsprozessen, Netzausbau, Fachkräftemangel und der Rolle Europas im globalen Wettbewerb. Der direkte Dialog zwischen Industrie, Politik und Verbänden wurde von vielen Teilnehmern als besonderer Mehrwert hervorgehoben. Die Sonderschau zum bidirektionalen Laden verdeutlichte exemplarisch, wie eng Messeinhalte und aktuelle Markttrends inzwischen verzahnt sind. Anwendungen, die vor wenigen Jahren noch als Pilotprojekte galten, werden zunehmend marktreif und wirtschaftlich relevant. The smarter E Europe positionierte sich damit erneut als Seismograf für Entwicklungen, die kurz vor dem breiten Durchbruch stehen.

Ausblick auf 2026 in München

Die Veranstalter zogen ein entsprechend positives Fazit. Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH, betonte die strategische Tiefe der Veranstaltung und ihren Anspruch, Orientierung in einem dynamischen Markt zu bieten. Auch die Atmosphäre auf dem Messegelände wurde vielfach als konstruktiv und zukunftsorientiert beschrieben. Die nächste Ausgabe von The smarter E Europe ist bereits terminiert. Vom 23. bis 25. Juni 2026 kehrt die Messe erneut auf die Messe München zurück – erstmals mit einer neuen Tagesfolge von Dienstag bis Donnerstag. Damit reagiert der Veranstalter auf die Bedürfnisse internationaler Fachbesucher und setzt zugleich ein Zeichen für die weitere Professionalisierung des Formats.

Einzelne Angaben basieren auf einer Presseinformation der The smarter E Europe 2025, Mai 2025