Baumaschinen, leistungsfähige Gartenpflegegeräte und technische Lösungen für den Umgang mit Regenwasser gehören zu den wichtigen Themen der GaLaBau 2026 in Nürnberg. Für Betriebe im Garten- und Landschaftsbau geht es dabei um ganz konkrete Anforderungen: kompakte Maschinen für Erdarbeiten und Materialtransport, Akkugeräte für die professionelle Grünpflege sowie Systeme zur Speicherung, Versickerung und Nutzung von Niederschlägen. Auch die Dachbegrünung gewinnt an Bedeutung, weil begrünte Flächen auf Gebäuden zunehmend mit Regenwasserrückhalt und Klimaanpassung verbunden werden.
Erdarbeiten, Materialtransport, Wegebau oder die Vorbereitung von Pflanzflächen stellen andere Anforderungen an Maschinen als klassische Großbaustellen. Im Garten- und Landschaftsbau sind kompakte Abmessungen und eine hohe Wendigkeit häufig ebenso wichtig wie Leistung. Minibagger, Radlader, kompakte Dumper und multifunktionale Geräteträger müssen durch schmale Zufahrten gelangen und auf Grundstücken arbeiten können, auf denen nur wenig Bewegungsraum vorhanden ist. Entsprechend interessant ist die Entwicklung hin zu Maschinen, die verschiedene Aufgaben übernehmen können. Schnellwechselsysteme und eine breite Auswahl an Anbaugeräten machen aus einem Trägergerät beispielsweise eine Maschine zum Graben, Laden, Planieren oder Bewegen von Material. Damit lässt sich der Maschinenbestand eines Betriebs flexibler einsetzen. Parallel gewinnt der elektrische Antrieb an Bedeutung. Gerade bei Arbeiten in Wohngebieten, Innenstädten, Parks oder anderen lärmsensiblen Bereichen können lokal emissionsfreie Maschinen Vorteile bieten. Entscheidend für den praktischen Einsatz sind dabei nicht allein Motorleistung und Akkukapazität. Ladezeiten, verfügbare Ladeinfrastruktur, Betriebsdauer und die Einbindung in bestehende Arbeitsabläufe bestimmen mit darüber, für welche Einsätze elektrische Baumaschinen geeignet sind. Auch Digitalisierung erreicht die Baustelle. Maschinensteuerungen, digitale Dokumentation und vernetzte Prozesse können dabei helfen, Arbeitsabläufe besser zu planen und Maschinen gezielter einzusetzen. Auf der Messe interessiert deshalb nicht nur die einzelne Maschine, sondern zunehmend das Zusammenspiel von Gerät, Anbauwerkzeug, Energieversorgung und digitaler Technik.
Bei Gartenpflegegeräten hat sich Akkutechnik von einer Ergänzung zu einer wichtigen Antriebsform entwickelt. Motorsägen, Freischneider, Heckenscheren, Blasgeräte und Rasenpflegegeräte werden inzwischen in zahlreichen professionellen Leistungsklassen elektrisch angeboten. Für Betriebe stellt sich damit weniger die grundsätzliche Frage, ob Akkugeräte funktionieren, sondern für welche Arbeiten sie wirtschaftlich eingesetzt werden können. Dabei rückt das gesamte Energiesystem in den Mittelpunkt. Wechselakkus, Ladegeräte und mobile oder stationäre Ladelösungen müssen zum täglichen Arbeitsablauf passen. Ein leistungsfähiges Gerät allein reicht nicht aus, wenn während eines Arbeitstags zu viele Unterbrechungen zum Laden oder Wechseln der Akkus entstehen. Bei professioneller Gartenpflege zählen daher mehrere Faktoren:
Der Umgang mit Niederschlägen wird zu einer wichtigen Planungsaufgabe für Außenanlagen und urbane Räume. Bei Starkregen sollen möglichst große Wassermengen vor Ort aufgenommen, gespeichert oder kontrolliert abgegeben werden. Gleichzeitig kann zurückgehaltenes Regenwasser in trockenen Perioden für Pflanzen verfügbar bleiben. Damit wächst die Bedeutung von Systemen, die Grünflächen und Wasserbewirtschaftung miteinander verbinden. Versickerungsfähige Flächen, Rigolen, Speicher, Retentionsräume und intelligente Bewässerung sind Teile einer Infrastruktur, bei der Wasser nicht möglichst schnell aus einem Gebiet abgeleitet werden soll. Stattdessen geht es darum, Niederschläge dort zu nutzen oder zwischenzuspeichern, wo sie anfallen. Die Messe greift dieses Themenfeld unter anderem mit dem GRÜN-BLAUEN PFAD auf. Er bündelt Ansätze zu Klimaanpassung, urbanem Grün und Regenwassermanagement und führt zu entsprechenden Lösungen verschiedener Aussteller. Eine besondere Rolle übernimmt die Dachbegrünung. Dächer schaffen zusätzliche Vegetationsflächen, ohne weitere Grundstücksflächen zu beanspruchen. Begrünte Dachaufbauten können Niederschläge aufnehmen und zeitverzögert wieder abgeben. Damit wird das Dach zu einem Bestandteil des Regenwasser-Managements. Für den Garten- und Landschaftsbau entstehen daraus zusätzliche technische Aufgaben. Aufbauhöhe, Tragfähigkeit, Vegetationssystem, Wasserspeicherung, Entwässerung und Pflege müssen aufeinander abgestimmt werden. Interessant sind deshalb zunehmend komplette Systeme, die Begrünung und Regenwasserrückhalt miteinander kombinieren.
Unter dem Leitthema „Klimafit in die Zukunft“ verbindet die GaLaBau 2026 viele dieser Entwicklungen. Klimaanpassung betrifft dabei nicht nur Pflanzenwahl oder Stadtplanung. Sie beeinflusst auch Maschinen, Pflegekonzepte, Baustellenorganisation und die technische Ausstattung von Grünflächen. Für Landschaftsgärtner bedeutet das eine zunehmende Verzahnung unterschiedlicher Gewerke und Technologien. Maschinen müssen effizienter eingesetzt werden, Pflegegeräte werden elektrifiziert und Grünflächen übernehmen zusätzliche Funktionen bei Wasserrückhalt und Kühlung. Unsere Beiträge aus Nürnberg setzen deshalb bewusst bei konkreten Produkten und technischen Lösungen an. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Entwicklungen bereits für den täglichen Einsatz geeignet sind und wie Hersteller auf die veränderten Anforderungen im Garten- und Landschaftsbau reagieren.
Vom 15. bis 18. September 2026 zeigen rund 1.100 Aussteller in 14 Hallen und auf zusätzlichen Aktionsflächen Produkte und Verfahren für Planung, Bau und Pflege von Grün- und Freiräumen. Für unsere Berichterstattung stehen drei Bereiche im Mittelpunkt, bei denen derzeit besonders viele technische Entwicklungen zu sehen sind: Baumaschinen für den Garten- und Landschaftsbau, professionelle Gartenpflegegeräte sowie Regenwasser-Management und Dachbegrünung.