Wolfram Diener wird Präsident des Weltmesseverbands UFI

von Bastian Velonavy - 2025-06-05
Wolfram Diener Vorsitzender Geschäftsführung Messe Düsseldorf wird Präsident des Weltmesseverbands UFI
Wolfram Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf © Messe Düsseldorf / Andreas Wiese

Wolfram N. Diener wird Präsident des Weltmesseverbands UFI

Die Wahl von Wolfram N. Diener zum Präsidenten des Weltmesseverbands UFI für die Amtszeit 2026/27 unterstreicht die internationale Bedeutung der Messe Düsseldorf und ihrer strategischen Rolle im globalen Messegeschäft. Mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in leitenden Funktionen innerhalb der internationalen Messewirtschaft bringt Diener umfassende Branchenkenntnis, interkulturelle Erfahrung und ein tiefes Verständnis für die strukturellen Herausforderungen der Messebranche mit. Seine Wahl wird daher nicht nur als persönliche Auszeichnung, sondern auch als Signal an den Messestandort Deutschland verstanden.

Globale Verantwortung für die internationale Messewirtschaft

Als Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf übernimmt Wolfram N. Diener künftig eine Schlüsselrolle innerhalb des Weltmesseverbands. Im Rahmen des 92. UFI Global Congress im November 2025 in Hongkong wird er zunächst als designierter Präsident in das Präsidium aufgenommen. Die offizielle Amtsübernahme erfolgt ein Jahr später beim 93. UFI Global Congress in Bahrain, wenn er die Nachfolge von Hugh Jones antritt. Die Wahl durch den UFI-Vorstand fand im Juni während der European Events Week in Thessaloniki statt und gilt als Ausdruck großen Vertrauens in Dieners strategische Kompetenz und internationale Vernetzung. Der Weltmesseverband UFI vertritt weltweit mehrere hundert Messegesellschaften, Veranstalter und Branchenakteure. In dieser Funktion beeinflusst der Präsident maßgeblich die strategische Ausrichtung der globalen Messewirtschaft, etwa in Fragen der Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Internationalisierung und Resilienz gegenüber geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen. Diener wird damit eine Position übernehmen, die weit über repräsentative Aufgaben hinausgeht und konkrete Impulse für die Zukunft der Branche setzen kann.

Strategische Themen zwischen Transformation und Stabilität

Die internationale Messewirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Themen wie Klimaziele, veränderte Mobilitätsströme, neue digitale Formate und veränderte Erwartungen von Ausstellern und Besuchern prägen die Agenda. Wolfram N. Diener gilt als Befürworter eines integrierten Ansatzes, bei dem physische Messen, digitale Services und internationale Netzwerke zusammengedacht werden. In seiner bisherigen Arbeit innerhalb der UFI, unter anderem als Schatzmeister, hat er sich intensiv mit langfristigen Finanzierungsmodellen, nachhaltigen Investitionen und globaler Zusammenarbeit befasst. Gerade vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten kommt der Rolle der Messewirtschaft als Plattform für persönlichen Austausch, Geschäftsanbahnung und internationale Kooperation eine neue Bedeutung zu. Diener sieht Messen nicht nur als Wirtschaftsveranstaltungen, sondern als Orte des Dialogs zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Diese Perspektive dürfte seine Präsidentschaft prägen und den Fokus auf die gesellschaftliche Relevanz von Messen weiter stärken.

Impulse für Düsseldorf und den Messestandort Deutschland

Auch auf lokaler Ebene wird die Wahl als bedeutender Erfolg wahrgenommen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf sieht darin eine Bestätigung der internationalen Strahlkraft des Standorts. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller verweist auf die gestärkte Sichtbarkeit Düsseldorfs als globaler Knotenpunkt für Wirtschaft, Innovation und internationale Netzwerke. Die Messe Düsseldorf zählt mit ihren zahlreichen Weltleitmessen zu den wichtigsten Messegesellschaften weltweit und profitiert nun zusätzlich von der Präsidentschaft ihres Geschäftsführers im Weltmesseverband. Für den Standort Deutschland und die Messeplätze bedeutet die Wahl ebenfalls eine Aufwertung. In Zeiten zunehmenden internationalen Wettbewerbs um Leitmessen, Investitionen und Veranstaltungsformate sendet die Entscheidung ein klares Signal für die Kompetenz und Relevanz deutscher Messegesellschaften im globalen Kontext.

Internationale Erfahrung als Basis für globale Verbandsarbeit

Wolfram N. Diener bringt umfangreiche internationale Erfahrung mit, insbesondere aus Asien, wo er über viele Jahre in führenden Positionen tätig war. Diese Perspektive gilt als wichtiger Faktor für seine Wahl, da die Messewirtschaft zunehmend von globalen Verschiebungen geprägt ist. Wachstumsregionen, neue Märkte und veränderte Handelsströme erfordern ein tiefes Verständnis regionaler Unterschiede und internationaler Zusammenhänge. UFI-CEO Chris Skeith sowie der amtierende Präsident Hugh Jones begrüßen die Wahl ausdrücklich. Beide betonen Dieners strategischen Weitblick, seine Fähigkeit zum Brückenbauen zwischen unterschiedlichen Märkten und Kulturen sowie sein langfristiges Engagement für die Branche. Seine Präsidentschaft wird als Beginn einer Phase gesehen, in der der Weltmesseverband seine Rolle als globale Stimme der Messewirtschaft weiter schärfen kann.

Ein Signal für die Zukunft der Messebranche

Mit der Wahl von Wolfram N. Diener zum Präsidenten des Weltmesseverbands UFI verbindet sich die Erwartung, dass die internationale Messewirtschaft gestärkt aus einer Phase des Umbruchs hervorgeht. Die kommenden Jahre werden geprägt sein von der Aufgabe, wirtschaftliche Effizienz, ökologische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz miteinander zu verbinden. Dieners Amtszeit dürfte dabei entscheidende Impulse setzen – sowohl für den Verband selbst als auch für die globale Ausrichtung der Branche.

Einzelne Angaben basieren auf einer Presseinformation der Messe Düsseldorf, Juni 2025