Mit der Fachmesse Quantum Photonics feierte 2025 in Erfurt eine neue Plattform für photonische Quantentechnologien ihre Premiere. Die Veranstaltung brachte am 13. und 14. Mai rund 500 Fachbesucher aus Industrie, Forschung, Politik und Sicherheitsbehörden zusammen. Ziel war es, den Austausch zwischen Grundlagenforschung, industrieller Entwicklung und praktischer Anwendung zu fördern. Die Quantum Photonics 2025 positionierte sich damit von Beginn an als Fachmesse mit klarer inhaltlicher Tiefe und strategischem Anspruch. Die Kombination aus Ausstellung und hochkarätigem Kongressprogramm erwies sich als tragfähig. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politische Akteure nutzten die Premiere, um technologische Entwicklungen vorzustellen, Kooperationen anzustoßen und den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb der Quantentechnologien zu stärken. Besonders deutlich wurde dabei das enorme Zukunftspotenzial der Quantenphotonik für Wirtschaft und Gesellschaft.
Photonische Quantentechnologien gelten als Schlüsseltechnologie für sichere Kommunikation, präzise Messtechnik und leistungsfähiges Computing. In Thüringen hat sich in den vergangenen Jahren ein international sichtbares Innovationsökosystem rund um Optik, Photonik und Quantentechnologien entwickelt. Die Premiere der Quantum Photonics in Erfurt griff diese Entwicklung gezielt auf und machte sie für ein breites Fachpublikum sichtbar. Vertreter der Landespolitik betonten die strategische Bedeutung des Themenfelds. Staatssekretär Mario Suckert hob die Rolle gezielter Forschungsförderung und Fachkräfteentwicklung hervor, während Prof. Dr. Andreas Tünnermann vom Fraunhofer IOF die Bedeutung des Transfers von der Forschung in industrielle Anwendungen unterstrich. Gerade diese Verbindung gilt als entscheidend, um technologische Exzellenz in wirtschaftliche Wertschöpfung zu überführen. Mit Unternehmen wie Hamamatsu, X-Fab, Lasos und weiteren Akteuren war die Fachmesse technologisch breit aufgestellt. Das Spektrum reichte von Photodetektoren und Lasersystemen über Chipintegration bis hin zu spezialisierten Fertigungstechnologien. Die Premiere in Erfurt zeigte damit, dass Quantenphotonik längst nicht mehr nur ein Forschungsthema ist, sondern zunehmend industrielle Relevanz gewinnt.
Ein zentraler Bestandteil der Quantum Photonics 2025 war der begleitende Fachkongress. In Vorträgen und Paneldiskussionen wurden Anwendungen der Quantenphotonik in sicherheitsrelevanten und gesellschaftlich sensiblen Bereichen beleuchtet. Ein Schwerpunkt lag auf der Cybersicherheit, insbesondere auf der Quantum Key Distribution (QKD) als Grundlage für abhörsichere Kommunikation. Vertreter der Bundesdruckerei, des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts, von IBM und Fraunhofer zeigten, wie stark sich das Feld zwischen Grundlagenforschung und konkreter Anwendung differenziert. Auch das Zusammenspiel von Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz wurde intensiv diskutiert. Hier zeichnen sich neue Ansätze ab, die sowohl Rechenleistung als auch Datenverarbeitung grundlegend verändern könnten. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die QuNet-Initiative, die konkrete Szenarien für sichere Kommunikation im staatlichen und militärischen Kontext vorstellte. Die Beiträge machten deutlich, dass Quantenphotonik nicht nur technologisch, sondern auch geopolitisch an Bedeutung gewinnt. Entsprechend groß war das Interesse an regulatorischen Fragen, Sicherheitsstandards und internationalen Kooperationen.
Neben Forschung und Sicherheit rückten industrielle Anwendungen zunehmend in den Fokus. Zahlreiche Gespräche auf der Fachmesse drehten sich um Skalierbarkeit, Produktionsprozesse und Markteinführung neuer Technologien. Gerade für mittelständische Unternehmen bietet die Quantenphotonik langfristig neue Geschäftsfelder – etwa in der Sensorik, der Halbleiterfertigung oder der Medizintechnik. Die Quantum Photonics 2025 verstand sich bewusst als Brücke zwischen Labor und Markt. Aussteller und Besucher nutzten die Premiere, um konkrete Projektideen zu diskutieren und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Die hohe Gesprächsintensität bereits am ersten Messetag unterstrich den Bedarf an einer spezialisierten Plattform für diesen Technologiebereich.
Die Resonanz von Ausstellern und Fachbesuchern auf der Messe Essen fiel durchweg positiv aus. Gelobt wurden insbesondere die fachliche Tiefe, die klare thematische Ausrichtung und die Möglichkeit, Forschung, Industrie und Politik an einem Ort zusammenzubringen. Viele Teilnehmer sprachen sich für eine Fortsetzung der Fachmesse aus und sehen in der Quantum Photonics eine langfristig relevante Plattform. Mit der erfolgreichen Premiere in Erfurt ist der Grundstein für eine wiederkehrende Fachmesse gelegt. Die Quantum Photonics 2025 hat gezeigt, dass Quantenphotonik nicht nur ein Zukunftsthema ist, sondern bereits heute konkrete Anwendungen, wirtschaftliche Relevanz und strategische Bedeutung besitzt. Damit könnte sich die Fachmesse dauerhaft als Treffpunkt für eine der zentralen Schlüsseltechnologien der kommenden Jahrzehnte etablieren.