Salzgitter AG zählt zu den bedeutendsten Stahl- und Technologiekonzernen Europas und steht seit über einem Jahrhundert für industrielle Kompetenz, Werkstoffvielfalt und technologische Weiterentwicklung. Mit Hauptsitz in Salzgitter verbindet das Unternehmen klassische Stahlproduktion mit modernen Technologien und richtet sich an zentrale Industriebranchen wie Automobilbau, Maschinenbau, Bauwesen und Energietechnik. Dabei verfolgt die Salzgitter AG konsequent das Ziel, Stahl als zukunftsfähigen Werkstoff weiterzuentwickeln und gleichzeitig ökologische Verantwortung zu übernehmen.
Die Wurzeln der Salzgitter AG reichen bis ins Jahr 1858 zurück, als in der Region Salzgitter mit der Förderung von Eisenerz begonnen wurde. Über viele Jahrzehnte hinweg entwickelte sich aus diesen Anfängen eine integrierte Stahl- und Industriegruppe, die unterschiedliche Wertschöpfungsstufen unter einem Dach vereint. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Unternehmen kontinuierlich erweitert, modernisiert und international ausgerichtet. Heute ist die Salzgitter AG ein breit aufgestellter Konzern mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Produktionsstandorten im In- und Ausland.
Ein wesentliches Merkmal der Salzgitter AG ist ihre Diversifikation. Der Konzern deckt große Teile der stahlbasierten Wertschöpfungskette ab – von der Rohstahlherstellung über die Weiterverarbeitung bis hin zu spezialisierten Dienstleistungen. Diese Struktur ermöglicht es, flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren und kundenspezifische Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig stärkt sie die Unabhängigkeit des Unternehmens in einem volatilen globalen Stahlmarkt.
Das Produktspektrum der Salzgitter AG ist entsprechend vielseitig und auf unterschiedliche industrielle Anwendungen ausgerichtet. Dazu gehören unter anderem:
Neben der klassischen Stahlproduktion versteht sich die Salzgitter AG zunehmend als Technologieanbieter. Forschung, Entwicklung und Prozessoptimierung sind feste Bestandteile der Unternehmensstrategie. Dabei geht es nicht nur um neue Werkstoffe, sondern auch um effizientere Produktionsverfahren, digitale Prozesssteuerung und die Integration neuer Energieträger. Durch diese technologische Ausrichtung positioniert sich der Konzern als langfristiger Partner für Industrieunternehmen mit hohen technischen Anforderungen.
Ein zentrales Zukunftsthema für die Salzgitter AG ist die Dekarbonisierung der Stahlproduktion. Stahlherstellung ist traditionell energieintensiv, weshalb das Unternehmen frühzeitig begonnen hat, alternative Produktionskonzepte zu entwickeln. Mit dem Programm SALCOS (Salzgitter Low CO₂ Steelmaking) verfolgt der Konzern einen grundlegenden Umbau der Produktionsprozesse. Ziel ist es, schrittweise kohlenstoffbasierte Verfahren durch wasserstoffbasierte Technologien zu ersetzen und so den CO₂-Ausstoß signifikant zu reduzieren.
Die Umstellung auf klimafreundliche Stahlproduktion ist für die gesamte Branche eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Die Salzgitter AG nimmt hier eine aktive Rolle ein und versteht den Wandel nicht nur als regulatorische Pflicht, sondern als Chance zur technologischen Erneuerung. Durch Investitionen in Wasserstofftechnologie, erneuerbare Energien und neue Anlagenkonzepte schafft das Unternehmen die Voraussetzungen für eine langfristig wettbewerbsfähige Produktion.
Als Arbeitgeber, Werkstofflieferant und Technologiepartner spielt die Salzgitter AG eine wichtige Rolle für den Industriestandort Deutschland und Europa. Das Unternehmen verbindet industrielle Tradition mit strategischer Zukunftsausrichtung und trägt dazu bei, zentrale Wertschöpfungsketten in Europa zu sichern. Mit ihrem Fokus auf Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit bleibt die Salzgitter AG ein prägender Akteur der europäischen Stahlindustrie.