Gilnhammer steht heute vor allem für modulare Wandsysteme und Raumlösungen, die im Messebau, in Ausstellungen, Museen und öffentlichen Einrichtungen eingesetzt werden. Das Unternehmen hat sich auf Leichtbaukonstruktionen spezialisiert, die flexibel, wiederverwendbar und ressourcenschonend sind. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der klassische Werkzeugbau, sondern die Entwicklung intelligenter Raumsysteme, die sich schnell montieren, variabel konfigurieren und über viele Jahre hinweg nutzen lassen. Gilnhammer positioniert sich damit als Systemanbieter für temporäre Architektur und funktionale Raumkonzepte.
Die Wurzeln von Gilnhammer reichen in die 1970er-Jahre zurück. Als familiengeführtes Unternehmen begann Gilnhammer zunächst mit handwerklich geprägten Fertigungsprozessen und entwickelte sich Schritt für Schritt weiter. Über die Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf konstruktive Lösungen für Innenräume, bei denen Flexibilität, Präzision und Wiederverwendbarkeit im Vordergrund stehen. Diese Entwicklung verlief parallel zu veränderten Anforderungen im Messe- und Ausstellungsbau. Temporäre Bauten sollten nicht mehr nur funktional sein, sondern auch gestalterischen Ansprüchen genügen, schnell auf- und abbaubar sein und gleichzeitig nachhaltigen Kriterien entsprechen. Gilnhammer reagierte früh auf diese Anforderungen und entwickelte modulare Systeme, die klassische Messebaukonzepte deutlich erweitern.
Kern des Portfolios sind modulare Wandsysteme auf Leichtbaubasis. Diese Systeme bestehen häufig aus stabilen Papierwaben-Kernen, die mit widerstandsfähigen Deckschichten kombiniert werden. Das Ergebnis sind großformatige Elemente, die bei geringem Gewicht eine hohe Stabilität bieten. Die Module lassen sich ohne aufwendige Werkzeuge montieren und demontieren und können an unterschiedliche Raumgrößen und Nutzungsszenarien angepasst werden. Ein wesentliches Merkmal der Gilnhammer-Systeme ist ihre Vielseitigkeit. Sie dienen nicht nur als klassische Messewände, sondern auch als freistehende Raumboxen, Meetingräume oder temporäre Rückzugsorte in offenen Umgebungen. Damit adressiert Gilnhammer Einsatzbereiche, die weit über den klassischen Messebau hinausgehen, etwa im Museumsbereich, bei Events, in Bildungseinrichtungen oder in Unternehmenszentralen. Typische Einsatzfelder der Systeme sind unter anderem:
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Das Gilnhammer G40 Quick Ausstellungssystem ist als bewusst einfach gehaltenes System für kleinere und mittlere Messe- und Ausstellungsauftritte konzi... Montagefreundliches MessesystemNeben der konstruktiven Seite legt Gilnhammer großen Wert auf Gestaltung und Oberflächenqualität. Die Systeme sind so konzipiert, dass sie individuell gestaltet, bedruckt oder beschichtet werden können. Dadurch lassen sich Markenauftritte, Leitsysteme oder Ausstellungskonzepte direkt in die Architektur integrieren. Gleichzeitig bleiben die Module neutral genug, um mehrfach eingesetzt und für unterschiedliche Projekte angepasst zu werden. Ein zentraler Vorteil liegt in der Wiederverwendbarkeit. Im Gegensatz zu konventionellen Messebauten, die oft nur einmal genutzt werden, sind Gilnhammer-Systeme auf einen langfristigen Einsatz ausgelegt. Das reduziert Materialverbrauch, Lagerkosten und logistischen Aufwand. Für viele Anwender spielt dieser Aspekt eine zunehmend wichtige Rolle, da Nachhaltigkeit auch im temporären Bauen an Bedeutung gewinnt.
Nachhaltigkeit ist bei Gilnhammer kein reines Marketingthema, sondern Teil des technischen Konzepts. Der Einsatz von Papierwaben als Kernmaterial ermöglicht eine hohe Materialeffizienz bei gleichzeitig guter Recyclingfähigkeit. Hinzu kommen langlebige Verbindungselemente und modulare Konzepte, die Reparaturen und den Austausch einzelner Komponenten erlauben, ohne komplette Systeme ersetzen zu müssen. Auch der Transport profitiert vom Leichtbauansatz. Geringes Gewicht und kompakte Verpackung senken den Energieaufwand in der Logistik und erleichtern den internationalen Einsatz. In der Praxis zeigt sich, dass diese konstruktiven Entscheidungen nicht nur ökologische Vorteile bieten, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind.
Gilnhammer hat sich mit seinen modularen Leichtbausystemen eine klar definierte Nische erarbeitet. Das Unternehmen agiert an der Schnittstelle von Architektur, Design und Technik und richtet sich an professionelle Anwender, die flexible und langlebige Raumlösungen benötigen. Durch die Kombination aus technischer Präzision, funktionalem Design und nachhaltiger Materialwahl unterscheidet sich Gilnhammer deutlich von klassischen Messebauern oder Möbelherstellern. Mit dem wachsenden Bedarf an temporären, adaptiven Raumkonzepten – etwa in hybriden Arbeitswelten oder bei wechselnden Veranstaltungsformaten – bleibt das Geschäftsmodell hochaktuell. Gilnhammer entwickelt seine Systeme kontinuierlich weiter und positioniert sich damit als verlässlicher Partner für modulare Raumlösungen, die Funktionalität, Gestaltung und Nachhaltigkeit miteinander verbinden.