Bei der Messe München steht ein personeller Wechsel mit Signalwirkung bevor. Cornelia Lutz wird ab Mitte Mai die Projektleitung der BAU übernehmen und damit auch die Verantwortung für das internationale BAU-Netzwerk tragen. Sie wird damit neue Projektleiterin der Leitmesse und folgt auf Matthias Strauss, der das Unternehmen nach mehr als fünfzehn Jahren verlässt. Mit Blick auf die BAU 2027 setzt die Messegesellschaft auf Kontinuität in der Struktur und zugleich auf neue inhaltliche Akzente. Der Wechsel erfolgt in einer Phase, in der die Bau- und Immobilienbranche unter starkem Transformationsdruck steht. Themen wie nachhaltiges Bauen, Ressourceneffizienz, serielle Bauweisen und Digitalisierung prägen zunehmend die Ausrichtung von Fachveranstaltungen. Vor diesem Hintergrund erhält die Leitung der Messe eine strategische Bedeutung, die über die klassische Organisation hinausgeht.
Cornelia Lutz bringt langjährige Messe-Erfahrung mit, die sie in unterschiedlichen Rollen erworben hat. Prägend war insbesondere ihre Tätigkeit bei der Gesellschaft für Handwerksmessen, wo sie über viele Jahre zentrale Formate verantwortete. Dazu zählte unter anderem der Kongress „Zukunft Handwerk“, der sich als Dialogplattform für Betriebe, Verbände und Politik etabliert hat. Darüber hinaus initiierte sie Fachveranstaltungen mit thematischem Fokus auf unternehmerische Führung und strukturelle Herausforderungen im Handwerk. Diese Erfahrung aus dem operativen Messegeschäft und aus inhaltlich geprägten Kongressformaten fließt nun wieder in die Arbeit bei der Messe München ein. Mit ihrer Rückkehr übernimmt Lutz zusätzlich die Verantwortung für weitere etablierte Veranstaltungen des Hauses, darunter die f.re.e sowie die INTERFORST. Damit ist ihre Rolle klar über einzelne Projekte hinaus angelegt.
In ihrer Funktion als Senior Director Exhibitions übernimmt Cornelia Lutz nicht nur die operative Steuerung der kommenden Veranstaltung, sondern auch die strategische Weiterentwicklung des gesamten Clusters. Zum Netzwerk zählen unter anderem die digitalBAU, die BAU China sowie die Glasstech Asia. Ziel ist es, Inhalte stärker zu verzahnen und internationale Entwicklungen systematisch in die Messearbeit einzubinden. Die Messe München sieht in dieser Struktur eine Grundlage, um Trends frühzeitig aufzugreifen und inhaltlich zu vertiefen. Die Leitung des Netzwerks soll dabei nicht isoliert agieren, sondern Schnittstellen zwischen Architektur, Bauindustrie, Handwerk und Technologie stärken. Gerade mit Blick auf globale Märkte gewinnt diese koordinierende Rolle an Bedeutung.
Mit dem Wechsel in der Projektführung richtet sich der Blick bereits auf die nächste Ausgabe. Die BAU 2027 soll bestehende Stärken weiterführen und zugleich Raum für neue Themen bieten. Dazu zählen unter anderem digitale Planungsprozesse, industrielle Vorfertigung sowie der Umgang mit regulatorischen Anforderungen in unterschiedlichen Märkten. Dass Cornelia Lutz diese Aufgabe übernimmt, wird intern als bewusste Entscheidung für Erfahrung, Vernetzung und inhaltliche Tiefe verstanden. Sie folgt einem Projektleiter, der die Messe über viele Jahre geprägt hat, und knüpft an bestehende Strukturen an, ohne diese unreflektiert fortzuschreiben. Der Anspruch ist es, die Veranstaltung inhaltlich weiterzuentwickeln und zugleich ihre Rolle als internationale Plattform zu festigen. Der Führungswechsel markiert damit keinen Bruch, sondern einen Übergang mit klarer strategischer Ausrichtung – getragen von einer Projektleiterin, die sowohl den Messebetrieb als auch die inhaltlichen Anforderungen der Branche kennt.